Frieden beginnt in uns selbst und zeigt sich in der Art, wie wir mit uns und anderen umgehen.
Das Thema Frieden und Konfliktlösung begleitet meine wissenschaftliche und therapeutische Arbeit seit vielen Jahren. Dabei beschäftigt mich die Frage, wie Menschen Herausforderungen, Spannungen und Konflikte so bewältigen können, dass Entwicklung, Verständnis und tragfähige Lösungen möglich werden.
Friedensbildung findet auf unterschiedlichen Ebenen statt: von der individuellen Ebene mit Konzepten der Gewaltprävention über die gesellschaftliche Ebene bis hin zur internationalen Ebene des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (vgl. Jäger 2014, 10).
Im Zentrum meiner psychotherapeutischen Arbeit steht die individuelle Ebene. Denn Frieden beginnt dort, wo Menschen lernen, mit sich selbst und mit anderen achtsam, respektvoll und konstruktiv umzugehen. Viele psychische Belastungen stehen in Zusammenhang mit inneren oder zwischenmenschlichen Konflikten: in Partnerschaften, Familien, am Arbeitsplatz oder im Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und Erwartungen. Konflikte gehören zum Leben. Entscheidend ist, wie wir ihnen begegnen.
Die Fähigkeit,
– Konflikte wahrzunehmen und zu verstehen,
– eigene Bedürfnisse und Grenzen zu erkennen,
– respektvoll zu kommunizieren,
– unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und
– tragfähige Lösungen zu entwickeln,
trägt wesentlich zu psychischem Wohlbefinden, gelingenden Beziehungen und persönlicher Entwicklung bei.
Von der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Lern-, Entwicklungs- und Gesundheitsprozessen bis zur psychotherapeutischen Begleitung von Menschen zieht sich ein Leitmotiv durch mein berufliches Wirken: das Interesse daran, Menschen in ihrer Entwicklung zu verstehen, ihre Ressourcen zu stärken und nachhaltige Veränderungsprozesse zu ermöglichen.
Friedensbildung und Psychotherapie begegnen sich dabei in einem gemeinsamen Anliegen. Beide richten den Blick auf die Frage, wie Konflikte verstanden, bearbeitet und transformiert werden können. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu begleiten, Frieden mit sich selbst zu entwickeln und einen gelingenden Umgang mit ihrem sozialen Umfeld zu fördern. Denn persönlicher Frieden und gesellschaftlicher Frieden stehen in engem Zusammenhang.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Friedensbildung ist heute ein wichtiger Bestandteil internationaler Bildungs- und Entwicklungsziele. Im Rahmen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen wird die Förderung friedlicher, gerechter und inklusiver Gesellschaften ausdrücklich als zentrales Nachhaltigkeitsziel hervorgehoben. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Friedensbildung und Konflikttransformation bildet seit vielen Jahren einen Schwerpunkt meiner Arbeit.
Publikation
Die Logiken der Friedensstiftung verstehen. Politisches Lernen und Friedenskonzepte
In diesem Buch beschäftige ich mich mit unterschiedlichen Zugängen zur Friedensbildung sowie mit Fragen der Konflikttransformation und Friedensförderung. Die Publikation bietet einen Überblick über aktuelle Friedenskonzepte und Friedenstheorien und entwickelt ein didaktisches Modell für die Friedensbildung im Politikunterricht.
Politisches Lernen und Friedenskonzepte
Reihe Citizenship. Studien zur Politischen Bildung. Wiesbaden: Springer VS
Das Buch gibt einen umfassenden Überblick zu einer Politikdidaktik für den Frieden. Es veranschaulicht theoretische Grundlagen, Friedenskonzepte und Friedenstheorien und enthält aktuelle Diskurse zum politischen Lernen und der Vermittlung von Friedensbildung im Unterricht. Das Buch zielt darauf ab, die Friedensbildung als festen Bestandteil des Geschichts- und Politikunterrichts zu etablieren, einen aktiven und bewussten Umgang mit dem Thema „Frieden“ in unseren Klassenzimmern zu fördern und den internationalen Diskurs in der Fachdidaktik zur „Friedensbildung“ voranzutreiben.
Kulturgeschichte in der Medizin im Unterricht
Schriftenreihe Medizin und Kulturwissenschaft. Bonner Beiträge zur Geschichte, Anthropologie und Ethik der Medizin. Göttingen: V&R Unipress
Inhalte zur Kulturgeschichte der Medizin vermitteln im schulischen Unterricht und darüber hinaus die Bedeutung historischer Forschung und reflektieren heutige Gesundheitsfragen. Dieser Band untersucht auf Basis eines breiten empirischen Primärmaterials im Rahmen der gesellschaftlichen Modernisierung im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert die Geschichte der sogenannten Medikalisierung.
2024
Venia Legendi: Didaktik der Politischen Bildung
verliehen an der Universität Wien am 13.02.2024
Habilitationsschrift: “Die Logiken der Friedensstiftung verstehen,
Politisches Lernen und Friedenskonzepte”
1992 – 1995
Doktoratsstudium der Philosophie, Fach Geschichte, Neuere Geschichte und Österreichische Geschichte
Universität Salzburg (mit Auszeichnung bestanden)
Dissertation: “’Dass sie auch vor den Kranken-Betten müssten das Maul halten’ Frauen zwischen ‘Traditioneller Heiltätigkeit’ und ‘gelehrter Medizin’ um 1800 anhand Salzburger Quellen”
1987 – 1992
Lehramtsstudium Geschichte und Sozialkunde, Deutsche Philologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik
Universität Salzburg (mit Auszeichnung)
1993 – 1994
Universitätslehrgang Pychotherapeutisches Propädeutikum
Universität Salzburg
2002 – 2007
Masterstudium Psychotherapiewissenschaften
Psychotherapeutisches Fachspezifikum: Systemische Therapie, Lehranstalt für systemische Familientherapie der Erzdiözese Wien, Master of Science, Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung Schloss Hofen Vorarlberg
seit 2024
Lehrbeauftragte an der Universität Wien
Zentrum für Lehrer*innenbildung, Didaktik der Politischen Bildung
seit 2021
Lehrende an der Andrassy Universität Budapest – Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa in der EU Friedenskonzepte – Friedensprozesse – Friedenspolitik; Klimawandel, Klimaschutz und Friedenspolitik
seit 2020
Lehrbeauftragte an der Universität Innsbruck am Institut für Fachdidaktik
Bereich Geschichte, Sozialkunde, Politische Bildung
Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg
Lehrer*innenbildung West
seit 2016
Institut für Professionsentwicklung und Schulqualität
Unterstützung der Professionsentwicklung von Lehrpersonen im Sinne einer
kontinuierlichen berufsbegleitenden Professionalisierung: Überfachliche Themen im Bereich Lehrer*innengesundheit, Persönlichkeitsbildung und Gewaltprävention, Krisenkompetenz; Qualitätsbereichsverantwortliche und Ansprechperson für den Qualitätsbereich „Beratung und Unterstützung anbieten“, Berufsfeldberatung, Kooperationen, Vernetzung Unterstützung systematischer und systemischer Entwicklung
von Schulen und deren Verantwortungsträger*innen: Schulentwicklungsberatung zur „Umsetzung, Ausgestaltung und Institutionalisierung vereinbarter Maßnahmen am Standort“
seit 2014
Professorin an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig
Hochschullehrende für den Bereich Beratung und Coaching am Institut für Professionsentwicklung und Schulqualität, Supervisorin (Systemische Therapie); Organisationsbezogene Mobbing(präventions)beraterin (seit 09/2023)
seit 2014
Politische Bildung
Demokratie-Lernen, Partizipation, Historisch-politisches Lernen, “Krieg und Frieden” im Unterricht
Institut für Bildungswissenschaften und Forschung
Planung von Unterricht, Kommunikation und Konfliktlösung, Soziales Lernen, Persönlichkeitsbildung, Grundlagen des kognitiven Lernens, Entwicklungspsychologie, Einführung in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
seit 2008
Lehrtätigkeit an Unversitäten:
Abhaltung von Lehrveranstaltungen, Betreuung von Studierenden, Forschung,
Entwicklung, Transfer, Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten
Donauuniversität Krems
Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement, Politische Bildung,
Department für Gesundheitswissenschaft, Medizin und Forschung,
Pädagogik, Beratung, Supervision
Privatuniversität Schloss Seeburg Seekirchen Kommunikation, Verhandlungs- und Konfliktmanagement, Teammanagement, Wirtschaftsmediation
Universität Salzburg, School of Education (2015-2017)
Schulpraktikum, Planung von Unterricht, Kooperationspartner Fachdidaktik
Lehrtätigkeit an Fachhochschulen
Fachhochschule Salzburg (seit 2009)
Fachhochschule Graz (2010-2011)
Fachhochschule Innsbruck (2010-2013)
seit 2004-2020
Sekundarstufenlehrerin
Psychologie und Philosophie, Deutsch, Geschichte und Politische Bildung
Allgemeinbildende höhere Schulen (AHS),
Berufsbildende höhere Schulen (BHS), Private Katholische Schulen
2007-2010
Hochschullehrgang Kommunikation und Kommunikation als Unterrichtsgegenstand
Pädagogische Hochschule Salzburg
2010-1013
Hochschullehrgang Vertrauenslehrer*in
Pädagogische Hochschule Salzburg
2011-2012
Hochschuldidaktik/Lerner*innenautonomie / Individualisierung
Fachhochschule Salzburg
2012
Hochschullehrgang Projektmanagement
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
2017
Zertifizierung zur “Supervision”
Österreichische Vereinigung für Supervision und Coaching ÖVS Wien
2019
Politiklehrgang “Frau gestaltet mit”
Leader-Projekt untersützt von Bund, Land und Europäischer Union
2019
Graduiertenakademie der Eberhard Karls Universität Tübingen
Schreiben in der qualitativen Forschung
2019-2022
Hochschullehrgang “Beziehung und Präsenz – Neue Autorität in der Schule”
Pädagogische Hochschule Salzburg
2020-2022
Hochschullehrgang “Schulentwicklungsberatung”
Pädagogische Hochschule Salzburg
2021
Agile Didaktik “Lehrveranstaltungen erfolgreich planen und entwickeln Donauuniversität Krems
2023
Zertifizierung zum “Coach für neue Autorität”
Zertifizierung zum “Reteaming Coach”
Psychotherapie Danninger
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